Dojo Geschichte

Hier finden Sie einen kurzen Überblick über die Dojo-Geschichte.

Ab dem Jahr 1990 werden auf dieser Seite lediglich die Aktivitäten der Sparte Kinder- und Jugendtraining näher betrachtet, da sich ab 1989 eine stetige Trennung zwischen Kinder- und Erwachsenentraining vollzogen hat und unser Internetangebot sich lediglich mit der Abteilung Kinder- und Jugendtraining beschäftigt.


1984

"Seit April 1984 haben die Mitglieder der Abteilung (Judo und Ju-Jutsu; Anm.d.Verf.) Gelegenheit, am Montag Karateunterricht zu nehmen, um ihre Kenntnisse in den Kampfsportarten abzurunden."

Sportnachrichten TSV Grünwald Nr.44/ 1984


"Die Erweiterung der Abteilung (Judo und Ju-Jutsu; Anm.D.Verf.) um die Gruppe Karate im Berichtszeitraum ist bei den Interessenten und Mitgliedern auf positive Resonanz gestoßen.
Da die Kampfsportarten sich zum Teil gegenseitig durchdringen, können die Gruppen mehr als bisher von den Techniken dern Nachbardisziplinen profitieren und ihre eigenen Techniken sinnvoll abrunden...
Die zahlenmäßige Verstärkung erlaubt es den Gruppen Ju-Jutsu und Karate 1985 erstmalig an Meisterschaften teilzunehmen und auf Wettkämpfen Erfahrungen zu sammeln."

Sportnachrichten TSV Grünwald Nr.45/ 1985


1985

"Das Jahr 1985 war für die Abteilung rundherum ein erfolgreiches Jahr. (...) Die Gruppe Karate war die erfolgreichste im letzten Jahr.
Unserer Margit Rest ist es gelungen im Shotokan-Karate, Kata B, sowohl Deutsche Meisterin zu werden, als auch beim Ländervergleichskampf Deutschland-Österreich einen 1. Platz zu erzielen. (...)
Innerhalb eines Jahres haben die Damen bewiesen, dass die Kampfsportarten von Frauen und Männern gleichermaßen erfolgreich betrieben werden können."

Sportnachrichten TSV Grünwald Nr.46/ 1986


1986

"1986 war ein relativ ruhiges Jahr. Der Mitgliederbestand ist nahezu unverändert geblieben, d.h., dass die Zugänge die Abgänge ausgeglichen haben.
Intensives Training und recht erfreuliche Teilnehmerzahlen waren die Ursache dafür, dass in sämtlichen Gruppen trotz Anhebung des Niveaus sämtliche Prüflinge in immerhin sechs Prüfungen mit über 100 Teilnehmern ihre Prüfungen bestanden. Und das zum Teil mit Auszeichnung.
In einigen Vergleichskämpfen und - für Karate sehr erfreulich - bei den Deutschen Meisterschaften, wurden durch unsere Mitglieder hervorragende Platzierungen erreicht, sowohl im Einzelwettbewerb als auch als Mannschaft."

Sportnachrichten TSV Grünwald Nr.47/ 1987


1987

"Die Karategruppe existiert nun seit 4 Jahren. Neben dem Haupttrainer Hans Westermeier, der sich auch für die große Line verantwortlich zeichnet, engagieren sich Hans Hoffmann, Margit Rest-Westermeier (Deutsche Meisterin in SKI 1985), Michael Thiel und Bernhard Wiedemann, sowie der techn. Leiter Walter Härtl."
Auch in diesem "... Jahr konnten die Karateka sportliche Erfolge verzeichnen. Margit Rest-Wetermeier entschied die bayerischen Verbandsmeisterschaften (in Shotokan Karate) für sich und erreichte bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften einen ausgezeichneten 5. Platz. Ebenso gute Platzierungen erreichten bei den oben genannten Verbandsmeisterschaften Hans Westermeier und Hans Hoffmann.
Trotz dieser sportlichen Erfolge verliert die Karategruppe ein weiteres wichtiges Ziel nicht aus den Augen: "Die ständige Arbeit an der inneren Einstellung". Beweisen konnte unsere Grünwalder Karategruppe ihre Fortschritte u.a. auf diesem Gebiet anläßlich eines Lehrgangs, den der Bundestrainer Sensei Akio Nagai Mitte April durchführte. Bei den im Anschluß an den Lehrgang abgehaltenen Prüfungen zeigten die Grünwalder Teilnehmer wirklich überdurchschnittlich gute Leistungen. "

Sportnachrichten TSV Grünwald Nr.48/ 1988


1988

"Am 29.5.88 fanden in Simbach/ Inn die Bayerischen Verbandsmeisterschaften (Shotokan Karate International) statt.
Die Karateabteilung des TSV Grünwald war vertreten durch Margit Rest-Westermeier, Michael Thiel, Hans Hoffmann, Hans Westermeier und Günter Landesberger.
Alle fünf Grünwalder Teilnehmer überstanden die Qualifikationsrunde und hielten sich für das Finale, das um 15 Uhr stattfand, bereit. Und dann ging's Schlag auf Schlag: Titelverteidigerin Margit Rest-Westermeier zeigte in der Kata (technische Disziplin) wie schon so oft eine souveräne Leistung und wurde von allen Kampfrichtern auf den ersten Platz gesetzt. Günter Landesberger, der im Kata B-Wettbewerb startete, erreichte einen nicht erwarteten 6. Platz. Groß war die Freude bei den Grünwaldern, als sie im Kata A-Wettbewerb (Schwarzgurte) einen Doppelsieg für sich verbuchen konnten: Bayerischer Verbandsmeister wurde Hans Westermeier vor Hans Hoffmann! In den technischen Disziplinen waren die Grünwalder Herren schon immer sehr stark gewesen, aber bisher hatte immer das letzte Quentchen Glück gefehlt, um auch einmal auf dem Treppchen landen zu können.
Aber es sollte noch dicker kommen: die größte Überraschung der gesamten Meisterschaft waren wiederum die Grünwalder. Im Mannschafts-Kumite (Kampfstaffel) schlugen sie die hoch favorisierten Kämpfer aus Pfarrkirchen und holten somit den bayerischen Mannschaftstitel."

Sportnachrichten TSV Grünwald Nr.49/ 1989


1989

"Im Januar 1989 begannen die Anfängerkurse für Erwachsene und Kinder. Während bei den Kindern der Zulauf recht groß war hielt sich die Teilnahme bei den Erwachsenen in Grenzen. Ein neuer Anfängerkurs wird vorraussichtlich im November 1989 beginnen, da der Januar sich als Termin für einen Kursstart als ungünstig erwiesen hat.
Der Kinderanfängerkurs war sehr gut besucht, und die Kinder nahmen mit großem Engagement am Training teil. Glücklicherweise konnten die Trainingszeiten für die Kinder gesichert werden, und ab Ende April findet der Kinderkurs unter Leitung von Margit Rest-Westermeier (1.Dan), Walter Härtl und Günter Landesberger von 17:15 bis 18:30 Uhr zunächst noch in der Schulturnhalle, nach Beendigung der Renovierungsarbeiten aber wieder in der Gymnastikhalle statt.
Am 29. / 30. April richtete die Karateabteilung einen Lehrgang mit S.K.I.D. Bundestrainer Shihan Akio Nagai aus. Die 74 Teilnehmer kamen aus Bayern, Baden-Württemberg und Österreich. Während der Trainingseinheiten konnten sich die Zuschauer, hauptsächlich Angehörige und Freunde der Teilnehmer vom hohen Leistungsstand der Grünwalder Karateka überzeugen. Auch einige Kinder nahmen mit großer Begeisterung am Training teil, was von Sensei Nagai auch honoriert wurde."

Sportnachrichten TSV Grünwald Nr.49/ 1989


1990

"... Mit großem Eifer nehmen die Karatekinder am Training teil. Insgesamt über 30 Kinder finden sich regelmäßig am Dienstag beziehungsweise Donnerstag in der Halle ein. Interessant ist dabei, dass sie ohne mit der Wimper zu zucken, jedesmal wieder bereit sind, die sogenannte "Grundschule" zu üben und zu perfektionieren. Besonders die fortgeschrittenen Karate-Schüler genießen in zunehmendem Maße auch die Entspannungsübungen als Ausgleich zum oft sehr anstrengenden Schulalltag. Insgesamt zeigte sich, dass der Denksport - und nicht nur der Kampfsport - Karate auch Kinder zwischen 8 und 15 Jahren zu begeistern vermag."

Sportnachrichten TSV Grünwald Nr.51/ 1991


1991 / 1992

"... Mit großem Eifer nehmen die Karatekinder am Training teil, das Dank der Trainer Margit Rest, 1. Dan, und Günter Landesberger, 2. Kyu, immer interessant und auch lustig gestaltet wird. Insgesamt über 30 Kinder finden sich regelmäßig am Dienstag bzw. Donnerstag in der Halle ein. ..."

Sportnachrichten TSV Grünwald Nr.53/ 1993


1993 / 1994

"Für die Kindergruppe ergab sich zum Jahreswechsel 93/94 eine organisatorische Veränderung. Die Gruppe wechselte vom S.K.I. (Shotokan Karate International) zum DKB (Deutscher Karatebund). Die Vorteile für die Kinder liegen in der Tatsache, dass von diesem Verband wesentlich mehr Lehrgänge im Raum München angeboten werden, und somit mehr Kinder auch an solchen übergreifenden Lehrgängen teilnehmen können.
Lange Anfahrtzeiten zum Lehrgangsort, zum Teil mit Übernachtungen für Kinder und Eltern bzw. Betreuer, entfallen damit.
Nach wie vor sind Kinder und Jungendliche mit großem Eifer und sehr beständig im Training. So z.B. Tanja Kindler und Florian Fischer, die seit dem Anfang dabei sind und 1993 ihr fünfjähriges "Jubiläum" feiern konnten.
Die Gürtelprüfungen haben die Kinder gut absolviert und dabei mit Erfolg gezeigt, was sie gelernt haben.
1993 fand ein weiterer Anfängerkurs statt. Ein Großteil der Jungs und Mädchen blieb auch danach "bei der Stange" und hat sich gut in die bestehende Gruppe integriert."

Sportnachrichten TSV Grünwald Nr.54/ 1994


1994 / 1995

"Die Kinder-Abteilung umfaßt zur Zeit eine Anzahl von 40 Karate-Kindern. Am 26. Januar 1995 begann ein neuer Anfängerkurs, der mit großem Interesse besucht wird. Der Anfängerkurs wird als Pilotprojekt nicht wie die Jahre zuvor von den bisherigen Trainern durchgeführt, sondern von den fortgeschrittenen und sehr engagierten Schülern Myriam Rohde und Maxi Obermaier. Wie dieser Anfängerkurs anhand des auch nach drei Monaten noch mit 100% belegten Kurses beweist, liegt die Zukunft im eigenen Trainernachwuchs, der keine Probleme hat, den bisherigen Geist weiterzutragen.
Eine besondere Überraschung bereiteten zwei fortgeschrittene Karate-Schüler, indem sie ein eigenes kleines Dojo bauten. Im früheren, doch auch noch im heutigen Japan gibt es Trainingsräume, die als "Dojo" bezeichnet werden. Um jederzeit üben zu können, bauten sie auf dem eigenen Grundstück ein solches Dojo und konnten dies nach einer Bauzeit von 2 Jahren harter Arbeit voll berechtigtem Stolz ihren Trainern präsentieren.
Wenn solche Mühen nicht wahres "DO", also "WEG DES KARATE" bedeuten!"

Sportnachrichten TSV Grünwald Nr.55/ 1995


1995 / 1996

"Viele der Kinder im Karate-Dojo trainieren nun schon seit einigen Jahren fleißig und regelmäßig. Der Anfängerkurs der letzten Jahre, den hauptsächlich Myriam Rohde und Maxi Obermaier leiteten, war sehr erfolgreich bei den Gürtelrpüfungen: Mit exakten Techniken und gutem Einsatz absolvierten die Neulinge ihr Programm und blieben auch danach zu einem großen Teil bis jetzt "bei der Stange". Insgesamt ist zu sagen, dass die Konzentration und der Eifer der Kinder immer wieder faszinieren, obwohl Karate sehr schwer zu erlernen ist, und die Erfolgserlebnisse oft lange auf sich warten lassen."

Sportnachrichten TSV Grünwald Nr.56/ 1996


1996 / 1997

"Wieviel Konzentration und Ausdauer man für Karate braucht, wird beim Training mit Anfängern bei Kindern und Jugendlichen immer wieder klar. Jede Übungsstunde zeigt, dass dazu ein erhebliches Maß an Disziplin nötig ist. Dass unsere Kinder dieses Maß an funktioneller Disziplin haben, zeigten zwei besondere Gürtelprüfungen.
Besonders erfreulich ist, dass die fortgeschrittenen Schüler und Co-Trainer Maxi Obermaier, Christian Killer und Clemens Helmbrecht die Trainer durch viel Eigeninitiative unterstützen, und sie auch fast alle angebotenen Lehrgänge der Umgebung besuchten."

Sportnachrichten TSV Grünwald Nr.57/ 1997


1997 / 1998

"Neben dem Anfängerkurs und den erfolgreichen Gürtelprüfungen der Karate-Kinder und Jugendlichen gab es 1997 einen weiteren Höhepunkt:
Ein Wochenend-Sommerlager am Staffelsee, das ältere Schüler - allen voran Maxi Obermaier - mit großem Einsatz organisiert hatten. Es war für alles gesorgt. Auf einem Campingplatz am See wurde trainiert, gebadet, gegrillt und gelacht.

Leider schien die Sonne am Sonntag etwas naß, so dass größere Trocknungsaktionen notwendig waren. Trotz allem aber hat es soviel Spass gemacht, dass für 1998 eine Wiederholung geplant ist."

Sportnachrichten TSV Grünwald Nr.58/ 1998


1998 / 1999

"Bei den Karate-Kindern stellte der Kobudo-Lehrgang, den die Abteilung organisiert hatte, den Höhepunkt des Jahres dar. Unter der Federführung von Maxi Obermaier als Hauptorganisator, dem viele fleißige, helfende Hände zur Seite standen, klappte alles perfekt und lief wie am Schnürchen. Als Lehrgangsleiter konnten Kobudo-Kwai Bundestrainer Rainer Seibert (4. Dan) und Dirk Lauterwasser (1. Dan) gewonnen werden, die alle interessierten Kampfkunstschüler in die Kunst des Stockkampfes einweihten, und somit nicht nur den Karatekas, sondern auch den Schülern/ Schülerinnen anderen Kampfkünste eine Erweiterung des Wissens ermöglichten.

Auch 1998 war der Anfängerkurs gut besucht und alle Karate-Kinder, die bei der Stange geblieben waren, schafften ihre Gürtelprüfungen und zeigten dabei eine respektable Leistung. Dank des Engagements von Christian Killer gibt es seit einiger Zeit eine Homepage im Internet, und Schüler wie Lehrer sind mittlerweile gut vernetzt. Einen guten Draht untereinander hatten sie allerdings schon immer, und so wundert es nicht, dass sich alle schon auf das Sommerlager freuen, das für dieses Jahr wieder geplant ist."

Sportnachrichten TSV Grünwald Nr.59/ 1999


1999 / 2000

"... Im April besuchten wir unsere Kampfsportkollegen in Freising und stellten mit unseren lehrgangsbegeisterten Kids sogar den Verein mit der höchsten Beteiligung. Im Vordergrund stand die intensive Vorbereitung auf die nächsten Gürtelfarben. Die daran anschließenden Gürtelprüfungen wurden mit großem Erfolg abgelegt.

Noch vor zwei Jahren galt es eher als der exotische Lehrgang für die ganz Abgebrühten, mittlerweile ist es ohne Zweifel zum absoluten Muss im Terminkalender avanciert: das eine Woche dauernde Karate-Sommerlager in Neustadt. Mit einer Gruppenstärke von sieben Leuten machten wir uns gemeinsam auf die lange Reise an die Ostsee. Kaum angekommen, ging es auch schon mit dem Training los: Bekannte Größen des Karate aus aller Welt wie Pat McKay, Geoff Thomptson, Simone Schreiner, Albrecht Pflüger, Wolf-Dieter Wichmann, Ralf Brachmann und Wolfgang Hagge trieben uns im vielfältigen Angebot nach allen Regeln der Kunst den Schweiß auf die Stirn und ließen uns beinahe daran zweifeln, in der richtigen Sportart gelandet zu sein. Abends in geselliger Runde aber waren die Plagen vom Training schnell vergessen....

Im wöchentlichen Training zeigen neben der Oberstufe besonders die Kids vom Anfängerkurs, der im Oktober begann, viel engagement. Und ihr Feuereifer macht sich bemerkbar: sie nähern sich mit Riesenschritten ihrem ersten Gürtel."

Sportnachrichten TSV Grünwald Nr.60/ 2000


2000 / 2001

"Im Oktober 1999 haben wir einen neuen Anfängerkurs begonnen, der von 17 Kindern besucht wurde. Erfreulich, denn es sind mehr als zwei Drittel von ihnen am 1. März zur Prüfung (...) angetreten und haben mit Bravour bestanden. Genauso bedeutend waren zwei erfolgreiche Prüfungen zum orangen bzw. zum grünen Gürtel. Das bezeugt das Vorankommen in den höheren Graduierungen.
Der diesjährige Anfängerkurs war nicht so stark belegt wie der vorherige, denoch sind von ursprünglich acht Interessenten sechs übrig geblieben. Das mag auf den ersten Blick recht gering erscheinen, ist jedoch für die Trainer erheblich angenehmer, da sie nun viel individueller auf die Gruppe reagieren können. (...)

Das vergangene Jahr war auch wieder von vielen gemeinsam von uns organisierten und beaufsichtigten Fahrten auf Lehrgänge begleitet. Wir versuchen, das Angebot so breit wie möglich zu nutzen und legen unser Augenmerk darauf, auch der Unterstufe Genüge zu tun. Dass wir im Sommer in den hohen Norden nach Neustadt an der Ostsee fuhren, um für eine Woche Karate zu machen, brauchen wir schon gar nicht mehr zu erwähnen - es hat sich schon als Standard etabliert.
Ein Blick in unsere Statistik zeigt uns eine aktuelle Mitgliederstärke von 43 Kindern und Jugendlichen. In der Praxis sieht es so aus, dass etwas mehr als die Hälfte der Karateka regelmäßig in Training kommen.
Weniger aufgrund unserer Mitgliederzahl, mehr durch den Altersunterschied und wesentlich wegen dem variierenden Könnenstand unter den Kindern war es notwendig, das Training entsprechend anzupassen. So konnte es vergangenes Jahr schon einmal vorkommen, dass in der Turnhalle drei verschiedene Gruppen zu jeweils etwa acht Kindern gleichzeitig trainiert wurden. Daher konnte mit dem Schwierigkeitsgrad gearbeitet werden, der an Alter und Fertigkeiten der Tarinierenden angepasst war. Für unser Training war und ist die bewährte Devise die solide, kindgerechte Vermittlung von Grundtechniken des Karate auf der breitensportlichen Basis. Sie wird umrahmt von Pratzentraining, einfacher Selbstverteidigung oder Vorübungen für das Kumite. Die richtige Portion Philosophie darf dabei natürlich auch nicht fehlen.
Den nötigen theoretischen wie praktischen Hintergrund, speziell auch die Aspekte für kinderorientiertes Training, bekommen wir dabei durch einen gerade erst begonnenen Kurs vom Bayerischen Karate Bund (BKB), der drei Trainer von uns zum Gruppenhelfer ausbilden wird."

Sportnachrichten TSV Grünwald Nr.61/ 2001


2002 / 2003

"Der große Lehrgang im April stellte ganz klar unser Jahreshighlight dar. Endlich konnten wir die Lorbeeren für unsere schon ein Jahr dauernden Vorbereitungen ernten. An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich für die große vereinsinterne Resonanz bedanken. Als Referenten durften wir den mehrfachen Deutschen Kata-Meister Marcus Gutzmer und den Weltmeister im Kumite Mark Haubold begrüßen. In der ersten Trainingseinheit zeigte Marcus für die Unterstufe neue Übungsmöglichkeiten für die Heian Katas. Mit Mark konnten wir anschließend fundierte und wirksame Kombinationen aus seinen Erfahrungen von der Kampffläche üben. Das dritte Training befasste sich mit dem Stock, dem Bo. Mit drei verschiedenen Trainingeinheiten Kata - Kumite - Bo war auf dem Lehrgang an beiden Tagen ein umfassendes Angebot mit hoher Qualität geboten.

Nach langjähriger Wartezeit hatte das Wetter mit uns ein Einsehen, und so konnte im Juli kurz vor den Sommerferien der Startschuss für das Karate-Camp am Staffelsee gegeben werden. Dank der hervorragenden Witterung spielten sich unsere Aktivitäten an beiden Tagen im Freien ab: Kochen, essen, schwimmen, relaxen und sonnenbaden . Mit unseren Trainings hatten wir eine Menge Zaungäste, heimliche und offensichtliche - Karatekas sind halt Betreiber einer Nischensportart.

Ganz besondere Freude bereiten uns unsere Neuen im Training, die seit Oktober voller Wissbegier Karate lernen wollen. Die Begeisterung von Kindern ist so richtig Wasser auf die Motivationmühle. Für die Oberstufe stand die Verfeinerung der Techniken und hauptsächlich die Hinführung auf ein anspruchsvolles Kumite im Vordergrund. In dem vergangenen Jahr haben wir auch versucht, mit musikalischer Unterstützung zu trainieren. Es hat unwahrscheinlich Spaß gemacht, auch wenn es ist gar nicht so einfach ist, im vorgegebenen Rhythmus zur Musik seine Techniken zu machen...

Alle Theorie ist grau - das hatten wir wohl im Kopf, als wir als Trainer im November zu unserem ersten Ausbildungswochende für den Fachübungsleiter Karate fuhren. Die zwiespältigen Gedanken wurden jedoch schnell zerstreut, denn innerhalb dieser sich über fünf Wochenenden erstreckenden Ausbildung war ein steter Wechsel zwischen Papierstapeln und dem Gi angesagt. Neben einer Einführung in die Geschichte und Philosophie des Karate kamen viele praktische Themen wie Trainingsorganisation sowie Wettkampfregeln zur Sprache. Angerissen wurden auch allgemeine Grundbegriffe wie Krafttraining, Anatomie und Psychologie, die speziell auf Karate bezogen wurden. Insgesamt war diese Ausbildung - die wir allesamt mit Erfolg ablegen konnten - eine runde Sache. Die vielen Inputs brennen darauf, in dem ein oder anderen Training ausprobiert zu werden.

Schließlich konnten wir im Dezember dreizehn erfolgreiche Gürtelprüfungen zählen, die übers Jahr verteilt abgelegt wurden. Im Einzelnen: dreimal Weiß-gelbgurt, acht mal Gelbgurt einmal Orangegurt und einmal Braungurt (!)."

Sportnachrichten TSV Grünwald Nr.62/ 2003


2003 / 2004

"Erstmalig führten wir zum Abschluss unseres alljährlichen Anfängerkurses im Februar 2003 eine richtige Prüfung durch, bei der aus den frischen Anfängern richtige Karateka im Gi wurden. Den Karateanzug durften sie nämlich - quasi als Belohnung - nach der erfolgreichen Prüfung anziehen.
Besonders gefreut hat uns dabei die Resonanz der Eltern, die bei der Prüfung zugeschaut haben. Das Durchschnittsalter der Anfänger lag diesmal zwischen 8 und 9 Jahren und war im Vergleich zu früheren Kursen deutlich niedriger. Daher bedarf es besonderer Beachtung, dass etwa zwei Drittel der Anfänger das Durchhaltevermögen aufwiesen und ihre erste Gürtelprüfung mit großem Erfolg und noch dazu auswärtig ablegten.

Aber dieses Jahr gab es nicht nur vier neue Weiß-Gelbgurte. Mit insgesamt elf Prüfungen war es ein erfolgreiches Jahr, von unserer Seite dazu nochmals herzlichen Glückwunsch! Es freut uns sehr, dass trotz der vielen verschiedenen Farben alle durch ihr fleißiges Trainieren mindestens einen Gürtel noch oben rücken konnten und auch alle bei der Stange geblieben sind.

Mitte Juli hatten wir Glück mit dem Wetter, und so konnten wir die mittlerweile dritte Auflage unseres dojoeigenen Sommerlagers wieder am Staffelsee verbringen. Das Motto lautete Training im Freien, Schwimmen und Essen. Für viele der Wißgurte bedeutete das diesjährige Sommerlager nicht nur die erste Zeltübernachtung, sondern auch das erste Mal Wegfahren ohne Eltern. Aber wir wären keine Karateka, wenn wir nicht auch das hinbekommen hätten...

Praktisch im Anschluss daran fuhren die Trainer und die höher graduierten Schüler in Europas größtes Karatecamp nach Ravensburg. Es war schon eine aufregende Sache beim Training der Athleten der Weltspitze dabei zu sein, ihre Tricks verraten zu bekommen und sie von ganz nah kennen zu lernen. Zu unseren Lieblingstrainern avancierten Sensei Nishimura (7. Dan, Nationaltrainer Japan) und Sensei Fugazza (7. Dan, Kata Nationaltrainer Italien). Jeder auf seine Weise faszinierte uns immer wieder aufs Neue mit seiner Persönlichkeit sowie seinem Können und Wissen über Karate. Kurz: Wir durften eine auf hohem Niveau abwechslungsreiche und lehrreiche Woche mit vielen neuen Erkenntnissen verbringen."

Sportnachrichten TSV Grünwald Nr.63/ 2004


2004 / 2005

Der Fleiß der Mädchen und Jungen im Alter zwischen 8 und 14 Jahren, die zum Anfängerkurs teilgenommen haben, hat sich gelohnt: Nach zwölf Wochen stetigen Trainings durften sie zum ersten Mal im Februar letzten Jahres den Karateanzug anziehen und sind so richtige Karateka geworden.
Auch der Blick auf die, die schon länger dabei sind, offenbart, dass sich etwas getan hat: Insgesamt 24 Gürtel haben ihre Farben gewechselt, manche sogar zweimal in diesem Jahr. Damit sind sie dem Schwarzgurt wieder ein kleines Stückchen näher, doch dahin gibt es nun mal keine Abkürzung.
An dieser Stelle noch einmal recht herzlichen Glückwunsch den Prüflingen, wir sind stolz auf euch!

Wenn man einen Japaner fragt, was Gasshuku bedeutet, so wird er antworten "Harte Zeit - schön erst, wenn überstanden". Es bedeutet aber auch in Gemeinschaft zu sein, zu trainieren und zu übernachten. So ein Gasshuku wurde von uns dieses Jahr in Marquartstein besucht. Damit sind wir mitten drin in unserer Tradition auf Lehrgänge zu fahren, um Karate von anderen Meistern vermittelt zu bekommen.
Im Juli fand wieder einmal das berühmt berüchtigte Karate Sommerlager statt, das wir selbst organisieren. Leider in etwas anderer Form, denn der Plan, wieder zum Staffelsee zum Zelten zu fahren, wurde verregnet. So fuhren wir mit Sack und Pack auf einen Lehrgang "in der Halle" nach Traunreut. Wieder zurück in heimischen Gefilden wurde gemeinsam mit den Eltern gegrillt, wobei wir jetzt mit dem Wetter viel mehr Glück hatten. Wir durften einen schönen Abend verleben und die Marshmallows über dem Grill waren das Tüpfelchen auf dem i.
Anfang August ist nach diesmal einjähriger Pause unsererseits wieder kleine Fraktion zum Sommercamp nach Ravensburg gefahren. Zusammen mit etwa 800 anderen Teilnehmern wurde ausgiebig Kumite und Kata nebst Kobudo trainiert.

Besonders freut uns, dass vom letzten Anfängerkurs im Oktober 2005 über 90% der Kinder und Jugendlichen dabeigeblieben sind!

Sportnachrichten TSV Grünwald Nr.64/ 2005


2005 / 2006

Auch im Jahr 2006 setzte das Karate Kinder- und Jugendtraining seine erfolgreiche Linie fort. Es gab zum wiederholten Male zwei Anfängerkurse, einen im April und einen im Oktober. Für jeweils acht bis zehn Jungen und Mädchen im Alter zwischen neun und zwölf Jahren hieß es dann zwölf Wochen lang fleißig Trainieren für die Abschlussprüfung. Im Anfängerkurs wird schon richtig Karate gemacht: Die frischen Karateka (Karate Übende) trainieren bereits richtige Techniken und lernen, dass man sich dabei ziemlich konzentrieren muss. Spezielle Übungen zu Selbstbehauptung und Selbstvertrauen fanden viel Anklang.

Mit insgesamt 12 Prüfungen war es ein erfolgreiches Jahr, von unserer Seite dazu nochmals herzlichen Glückwunsch! Es freut uns sehr, dass die Prüflinge aufgrund fleißigen Trainings einen Gürtel nach oben rücken konnten. Besonders hervorzuheben sind zwei unserer langjährigen Schüler, Max Martens und Stephan Kuntscher, die mit der Prüfung zum Violettgurt nicht nur einen langen Karate Weg hinter sich haben, sondern auch außergewöhnlich gutes Karate machen.

Eines jedoch fällt nicht sofort auf: Zwei unserer Trainer haben zwar die Graduierung, aber nicht die Gürtelfarbe gewechselt: Christian Killer und Max Obermaier, herzlichen Glückwunsch zum 2. Kyu und zu mehr als 15 erfolgreichen Jahren im Karate!

Einige fortgeschrittene Schüler und Trainer hatten im vergangenen Jahr die besondere Gelegenheit bei einer lebenden Karate Legende trainieren zu dürfen: Hirokazu Kanazawa (10. Dan) reiste aus Japan an, um mit seinem Sohn Nobuaki (5. Dan) in München einen Karate Lehrgang zu leiten. Eindrucksvoll bewies er, dass man auch mit 75 Jahren noch tälich intensiv Karate betreiben kann. Seine Ausführungen, Hinweise und Korrekturen werden das Grünwalder Karate Training nachhaltig beeinflussen.

Mitte Juli hatten wir Glück mit dem Wetter und machten einen gemeinsamen Ausflug auf den Blomberg. Den Kindern und uns Betreuern hat es viel Spaß gemacht, das Hinauflaufen, die Heuschlacht wie auch das anschließende Herunterfahren mit dem Sommerrodel und das Baden im Kochelsee.

Sportnachrichten TSV Grünwald Nr.65/ 2006


2006 / 2007

Zweimal im Jahr passiert bei uns im Training etwas Außergewöhnliches: Zwischen vier und sieben Kinder im Alter von neun bis zwölf Jahren haben große Fortschritte gemacht, so dass sie endlich nach Abschluss ihres Karate-Anfängerkurses in den lang ersehnten Karateanzug schlüpfen durften. Aus „Greenhorns“ sind nun richtige Karateka - also Schüler, die Karate trainieren - geworden.

Derzeit trainieren jeden Donnerstag durchschnittlich 25 Karateschüler. Nach aufwärmender Gymnastik werden die vielen verschiedenen Schlag-, Tritt- und Abwehrtechniken des Karate geübt. Auch Selbstbehauptung, Selbstverteidigung und Partnertraining sind dem Alter entsprechend im Training enthalten. Jeder Fortschritt, also die Verbesserung der Techniken, muss im Karate durch fleißiges, ausdauerndes Training hart erkämpft werden. Dafür gab es dieses Jahr für viele Schüler eine große Belohnung: 17 mal musste ein alter Gürtel aus- und der mit der neuen nächsthöheren Gürtelfarbe angezogen werden.
An dieser Stelle von uns herzlichen Glückwunsch zu den erfolgreichen und guten Gürtelprüfungen, weiter so!

Im Rahmen des 80-jährigen Vereinsjubliäums des TSV Grünwald war selbstverständlich unsere Karategruppe mit einer kleinen Vorführung ihres Könnens vertreten. Es ist schon etwas besonderes, wenn vor einem Bierzelt Karate trainiert wird! Dagegen musste unser alljährliches Karate-Sommerlager dieses Jahr wegen einer Unwetterwarnung leider ausfallen. Dafür haben wir nach einem Spaziergang entlang des Malersteigs am Königssee aufregende Stunden im Salzbergwerk Berchtesgaden verbracht. Daneben haben wir auch einige Karate-Lehrgänge in Ottobrunn, Traunreut, Ingolstadt und Adelshofen besucht, wo erfreulicherweise immer mehr unserer Schüler mitfahren.

Mittlerweile ist wieder ein Anfängerkurs zu Ende gegangen. Und wer weiß, vielleicht wird irgendwann nach langem Training mal ein Schwarzgurt daraus...

Sportnachrichten TSV Grünwald Nr.66/ 2007


2007 / 2008

In den letzten Jahren sind die Mitgliederzahlen beim Kinder- und Jugendkarate mit rund 60 gemeldeten Mitgliedern konstant geblieben, ca. 40 davon besuchen regelmäßig ein- bis zweimal pro Woche den Karateunterricht. Unsere beiden Anfängerkurse im Frühjahr und Herbst waren auch in diesem Jahr wieder gut besucht. Erstmalig hat Stephan Kuntscher den Herbstkurs mit großem Erfolg geleitet. Er trainiert bereits von Anfang an bei uns und ist daher mit den Methoden des Kinder- und Jugendtrainings bestens vertraut. Wir freuen uns sehr die Verantwortung für das Training dieser Altersgruppen in vertraute Hände legen zu können.

Da wir nicht an Wettkämpfen teilnehmen sind Gürtelprüfungen und Lehrgänge unsere sportlichen Höhepunkte. Über einen Mangel daran konnten wir uns dieses Jahr wahrlich nicht beklagen. Im März besuchte uns Herbert Perchtold (4. Dan) zur Prüfung, im Dezember erfolgte dann der Gegenbesuch auf seinem Lehrgang in Adelshofen. Zu Fritz Oblinger (6. Dan) reisten wir im Mai nach Neuötting sowie im Oktober nach Oettingen. Dabei erreichten unsere Schüler jedes Mal die jeweils nächst höhere Graduierung. Herzlichen Glückwunsch!

Ohne Prüfungen, aber ein nicht weniger wichtiges sportliches Highlight war das 25-jährige Jubiläum des Bayerischen Karate Bundes in Traunreut. Das deutsch-französische Karateurgestein Gilbert Gruss (9. Dan), Sensei Tadashi Ishikawa (8. Dan) aus Japan und der Selbstverteidigungsexperte Sigi Wolf (7. Dan) gaben Ihr umfangreiches Karatewissen an die aus ganz Bayern angereisten Karateka weiter. Im Anschluss an das intensive Training folgte der gemütliche Teil im Festzelt – auch Karateka können feiern!

Sportnachrichten TSV Grünwald Nr.67/ 2008



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