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Aufbau der Übungsstunden
Natürlich sollte jede Trainingseinheit unterschiedlich gestaltet werden damit keine Langeweile
bei den Übenden aufkommt. Dies gilt natürlich vor allem bei einem Verein, der
hauptsächlich Kinder und Jugendliche trainiert.
Das Karatetraining lässt sich jedoch in verschiedene Disziplinen unterteilen,
die Bestandteil einer jeden Trainingsstunde sein sollten.
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Meditation (jap. Mokuzo) |
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Vor und nach dem eigentlichen Training findet eine kurze Meditation statt.
Vor dem Training soll der Karateka diese Meditation nutzen um seinen Geist
auf die kommende Übungsstunde einzustellen, Abstand vom Alltag zu gewinnen und
seinen Geist für das was er lernen und üben wird zu öffnen.
Diese kurze Meditation soll seine Konzentration und seine geisten Kräfte
ganz auf das Karate lenken und ihn so mental vorbereiten.
Nach dem Training soll die Meditation dazu dienen das Gelernte und Geübte
"in sich setzen" zu lassen und die Gedanken wieder frei zu machen für
das was nach dem Training kommt. Der Karateka soll in der abschließenden
Medition nicht die Übungsstunde rekapitulieren und gedanklich aufbereiten, sondern
die Meditation nutzen um sich mental wieder vom Karate lösen.
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Aufwärmtraining |
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Vor jeder sportlichen Betätigung ist es wichtig, dass man sich entsprechend gut
aufwärmt um Verletzungen, z.B. Zerrungen oder Muskelfaserrisse, zu vermeiden.
Gut aufgewärmt und vorgedehnt lassen sich anschließend hohe Beintechniken
und schnelle Bewegungen mit einer geringsmöglichen Gefahr für den eigenen
Muskel- und Sehnenapparat durchführen.
Das Aufwärmtraining dient also
dem Erreichen einer optimalen physischen Verfassung vor dem Training und hilft
Verletzungen vorzubeugen.
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Grundschule (jap. Kihon) |
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Hier werden die einzelnen Grundtechniken zunächst ohne Partner trainiert.
Dieser Trainingsabschnitt nimmt den weitaus größten Teil des Karate in
Anspruch, da es sehr wichtig ist, die verschiedenen Techniken von Anfang an
sauber und exakt auszuführen.
Zum einen lassen sich anfänglich falsch geübte Techniken nur mit sehr
viel Training wieder korrigieren. Zum anderen kann nur derjenige, der die
Grundtechniken korrekt beherrscht, verletzungsfrei mit einem Partner trainieren.
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Ablaufformen (jap. Kata) |
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Kata ist eine technische Disziplin. Hier wird ein Scheinkampf gegen mehrere
Gegner ausgeführt, der ein Höchstmaß an Präzision und
Dynamik verlangt. Jede Kata beginnt mit einer Verteidigung, was die moralische
Seite des Karate unterstreicht, da Karate nicht auf Aggression hin ausgerichtet
ist. Gegenwärtig kennt man etwa 50 unterschiedliche Katas.
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Partnerübung (jap. Kumite) |
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Beim Kumite wird mit dem Partner geübt oder gekämpft und nicht gegen
ihn. Im gesamten Sportkarate ist es nämlich absolut verboten, den Partner
zu treffen oder gar niederzuschlagen. Dieser bewußte Verzicht auf die
Trefferwirkung erfordert nicht nur Verantwortungsgefühl dem Trainingspartner
gegenüber, sondern auch ein hohes Maß an technischen Fähigkeiten.
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Waffentraining (jap. Kobudo) |
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In unserem Dojo betrachten wir das Kobudo als perfekte Ergänzung zum Karate,
finden aber nicht sehr oft die Zeit mit Bo (Langstock, ca. 1,80 m), Hanbo
(Kurzstock), Sai (Eisengabeln), Kama (Sicheln) und den anderen Kobudowaffen
zu trainieren.
Das Karate ist auch historisch mit dem Kobudo verbunden. Man könnte es
sogar als eine untrennbare Einheit bezeichnen.
So sollte jeder Karateka ein Minimumwissen an Kobudo besitzen um so das Wesen
des Karate besser verstehen zu können.
In Zusammenarbeit mit dem Kobudo Kwai Deutschland e.V. bieten wir besonders
Interessierten im Rahmen von Lehrgängen, die Möglichkeit, Einblicke
in das Kobudo zu gewinnen.
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